Eine wahre Geschichte: Als Profiseller hatten wir schon einige DSL-/Flatrate-Abschlüsse mit 1&1 getätigt und waren eigentlich sehr zufrieden mit der Schnelligkeit und dem Support. Doch der letzte Abschluß den wir für diese Firma vermittelten hat unsers Meinung schlagartig geändert. Doch der Reihe nach.
Wir wurden angefragt einen Heimarbeitsplatz mit DSL-Anschluß einzurichten. Zu dieser Zeit war 1&1 noch selbst Reseller bei der Deutschen Telekom, d.h. daß DSL von der Telekom, die Flaterate von 1&1 gestellt wurde. Da die Kundin zwischen Beauftragung und Schaltung des Anschlusses umziehen wollte haben wir bei 1&1 nachgefragt, ob dies Probleme bereiten könnte. Die Aussage des 1&1-Supports war, dass die Telekom mit dem Auftrag des Telefonumzuges auch das DSL mitnimmt. Also warteten wir bis von 1&1 die Meldung kam, daß das DSL aufgeschaltet wäre und sind zu der Kundin gefahren um frohen Mutes den Heimarbeitsplatz zu installieren.
Inzwischen hatte 1&1 den Router geschickt gehabt, von der Telekom waren schon lange Modem und Splitter da, also waren nur die Kabel in die entsprechenden Geräte zu stecken und schon sollte es laufen. Doch dem war nicht so (wenn wunderts, sonst würden wir das hier nicht so ausführlich schreiben). Also haben wir die "immerfreundlich-immernetten-allwissenden" Supportler bei 1&1 angerufen um nachzufragen was es denn sein könnte. Laut deren Aussage wäre bei Ihnen alles in Ordnung und wir sollen die Verkabelung nochmals prüfen, auch ob ich in der ersten ISDN-Dose wäre. Also wir nochmals geprüft und nochmals den "immerfreundlich-immernetten-allwissenden" Support angerufen. Diese baten um ein wenig Zeit um das Problem zu prüfen und wollten sich dann auch melden. Dies passierte wenige Tage später auch mit dem Kommentar, dass auf Ihrer Seite alles Okay ist. Wir also wieder zu der Kundin.
2. Kundenbesuch:
Kabel einstecken, Modem hochfahren lassen, Dioden kontrollieren - Ergebniss: kein DSL-Signal. Also wieder beim "immerfreundlich-immernetten-allwissenden"-1&1Support angerufen. Wieder die Aufforderung, alle Kabel zu checken, nach Möglichkeit auch mal ein Kabel zu tauschen. Brav wie wir sind haben das nochmals gemacht - ohne Erfolg. Also nochmals angerufen. Der "immerfreundlich-immernetten-allwissenden" Support kam auf die Idee, dass das Modem oder der Splitter vielleicht eine Macke haben könnte und sie würden Ersatz schicken. Wir unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Einige Tage später meldete sich die Kundin, die Sachen wären da.
3. Kundenbesuch:
Die neuen Teile ausgepackt, angeschlossen, Diodentest: Negativ. Und wieder ein Anruf bei dem "immerfreundlich-immernetten-allwissenden-"1&1Support. Diesmal hatten wir eine ganz sympathische PErson an der Leitung, die nachdem sie sich den Vorgang in der Datenbank angesehen hatte meinte, dass wäre kein 1&1 Problem, das wäre die Telekom und an die sollten wir uns wenden. Dass wir den kompletten Anschluss bei 1&1 gebucht hatten war für diese Person nicht von interesse. Also haben wir die Telekom angerufen, die natürlich uns icht helfen konnte, da wir nicht der Auftraggeber bei der Telekom dür diesen Anschluss waren. Also wieder den "immerfreundlich-immernetten-allwissenden"1&1-Support angerufen und diesmal eine PErson an der Leitung gehabt, die das auch verstanden hat. Diese PErson wollte nachforschen woran es liege und sich bei uns melden (das erste mal, dass 1&1 zurück gerufen hat!). Wir also wieder ohne Erfolg von der Kundin weg. Und die Kundin fand das schon so langsam nicht mehr lustig. Auf der Rückfahrt kam sogar der angekündigte Rückruf und der Fehler wäre gefunden: Das DSL ist noch auf die alte Leitung geschaltet. Sie erinnern sich? Es wäre kein Problem das DSL beim Umzug mit zu nehmen. Die Aufschaltung auf die neue Adresse könne aber einige Tage dauern (fast drei Wochen waren es).
4. Kundenbesuch:
Nach der Meldung von 1&1 haben wir den 4. Kundenbesuch in Angriff genommen. Erfolg: gleich Null, kein Signal. Anruf beim "immerfreundlich-immernetten-allwissenden"1&1-Support. Ich gebe zu, meine Wortwahl wurde mit jedem Besuch immer deftiger, die Antworten von denen aber auch. Diesmal bekamen wir zu hören, dass das DSL noch gar nicht aufgeschaltet wäre, sie würden sich melden. Ein Versuch Ranghöhere an die Strippe zu bekommem scheiterte kläglich, weil der "immerfreundlich-immernetten-allwissenden"-Supportler einfach auflegte.
5. Kundenbesuch:
1&1 hat es doch mal geschafft und telefonisch die Bereitstellung des Anschlusses zu verkünden. Die Aufforderdung dies bitte schriftlich zu machen kamen sie nicht nach. Wie nciht anders zu erwarten war auch diesmal kein DSL-Signal da, das den Router hätte erreichen können. Der Kundin reichte es, sie wollte kein DSL mehr.... (wir können es verstehen!)
Diese fünf Kundenbesuche waren auf einem Zeitraum von vier Monaten verteilt Aber die Geschichte ist noch nicht fertig:
Kündigung:
Per Fax ging die sofortige Kündigung an 1&1 mit der Bitte der Bestätigung (wie man das ja so halt macht). Begründet wurde die Kündigung mit der Nichtbereitstellung der bestellten Leistung. Es kam auch eine Bestätigung, aber mit einer Laufzeit von einem Jahr ab Bestelldatum. Der Kundin war das alles egal, zumal sie in der zwischenzeit ein Kind bekommen hat und nach New York gezogen ist.
Fazit:
1&1 hat für ein Jahr monatliche Gebühren für DSL und Flatrate eingezogen, obwohl sie keine Leistung erbracht haben. Wie man solche Machenschaften nennt können Sie sich selbst überlegen. Daß so ab und zu per eMail mal die AGBs geändert werden und man dem widersprechen muss ist auch so eine Sache. Da werden mal die Kündigungsfristen verlängert, aber so, dass man die eMail sehr genau lesen muss. Leider ist 1&1 noch immer einer der erfolgreichsten DSL-Anbieter in Deutschland, aber von uns bekommt diese Firma kein weiteren Kunden. Ganz im Gegenteil, wir raten jedem davon ab. Andere Anbieter machen ebenso gute oder sogar besser Angebote.
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